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Autoreparaturen sollen ab sofort EU-weit billiger werden

Die Europäische Kommission hat am 27. Mai eine Revision der Wettbewerbsregeln im Kfz-Sektor verabschiedet. Die neuen Regeln sollen ab sofort für mehr Wettbewerb zwischen konzessionierten und unabhängigen Werkstätten bei Instandsetzungsund Wartungsdienstleistungen sorgen, da sie den Zugang zu Reparaturinformationen und die Verwendung alternativer Ersatzteile erleichtern.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass der neue Rechtsrahmen spürbare Vorteile für die Verbraucher bringen wird, da sich die Reparatur- und Wartungskosten verringern werden, die während der Nutzungsdauer eines Fahrzeugs einen extrem hohen Anteil der gesamten Kfz-Kosten ausmachen", erklärte EUWettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Im Gegensatz zu den Preisen von Neufahrzeugen seien die Instandhaltungskosten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, bemängelte die Kommission. Sie machten heute im Schnitt 40 Prozent der Haltungskosten eines Fahrzeugs aus. Die Kommission will daher unabhängigen Werkstätten den Rücken stärken.

Kfz-Herstellern ist es seit 1. Juni nicht mehr möglich, ihre Gewährleistungspflicht davon abhängig zu machen, dass Wartungsleistungen wie beispielsweise Ölwechsel nur in zugelassenen Werkstätten durchgeführt werden. Nur bei unter Werksgarantie fallenden Reparaturen können Hersteller weiterhin verlangen, dass sie ausschließlich von Vertragswerkstätten vorgenommen werden. Die Kommission versprach, unnachgiebig auf Transparenz und Einhaltung der Regeln durch die Hersteller zu achten, um unabhängigen Werkstätten den Zugang zu sämtlichen technischen Reparaturinformationen und Diagnosemethoden zu sichern. Schon in den vergangenen Jahren ist die Kommission gegen DaimlerChrysler, Fiat, Toyota und General Motors vorgegangen, da sie nach Ansicht der Kommission unabhängigen Werkstätten keinen angemessenen Zugang zu Reparaturinformationen gewährt hatten. Nach Ansicht des ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland muss die EU-Kommission nun mehr denn je alle geeigneten Überwachungsinstrumente anwenden, um sicherzustellen, dass mehr Wettbewerb nicht zu oberflächlichen Reparaturen oder Dumping auf Kosten der Fahrzeugsicherheit führt.

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